Griechische Mythologie und Antike: Gästebuch

In diesem Gästebuch geht es zentral um die griechische Mythologie in Kombination mit der Antike. Einträge zu allen weiteren Mythologien der Antike sind ebenfalls willkommen. Sehr Interessant sind natürlich alle Mythologien der Antike.


Liste der Einträge:

Seite:
  1. [Seite 17] Eintrag 161 bis 170
  2. [Seite 16] Eintrag 151 bis 160
  3. [Seite 15] Eintrag 141 bis 150
  4. [Seite 14] Eintrag 131 bis 140
  5. [Seite 13] Eintrag 121 bis 130
  6. [Seite 12] Eintrag 111 bis 120
  7. [Seite 11] Eintrag 101 bis 110
  8. [Seite 10] Eintrag 91 bis 100
  9. [Seite 9] Eintrag 81 bis 90
  10. ... Indexleiste gekürzt für die Einträge 21 bis 80
  11. [Seite 2] Eintrag 11 bis 20
  12. [Seite 1] Eintrag 1 bis 10
Eintrag 120 vom 04.03.2026 um 11:36:57
Name:Idomeneus von Kreta
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t704-idomeneus-mythologie-befand-sich-im-trojanischen-pferd
Eintrag:Idomeneus ist in der griechischen Mythologie ein König von Kreta und einer der bedeutenden Helden im Trojanischen Krieg. Er wird als Sohn des Deukalion und Enkel des Minos überliefert, was ihn zu einem Mitglied der königlichen Familie von Kreta machte. Als einer der Freier der Helena hatte er sich verpflichtet, ihre Ehe mit Menelaos zu verteidigen, weshalb er mit 80 Schiffen an der Belagerung Trojas teilnahm. Er war bekannt für seine Tapferkeit und führte die kretischen Kämpfer an.

Besonders hervorgehoben wird, dass Idomeneus sich im Hölzernen Pferd versteckte, wie es in der Überlieferung beschrieben wird. Dieses Pferd wurde nach dem Vorschlag des Odysseus gebaut, um die Trojaner zu täuschen. Innerhalb des Pferdes verbargen sich griechische Kämpfer, darunter auch Idomeneus, die in der Nacht die Tore Trojas öffneten und den Sieg der Griechen sicherten.

Nach dem Fall Trojas geriet Idomeneus auf seiner Rückreise in einen schweren Sturm. Um die Rettung zu erlangen, gelobte er, die erste Person, die er bei seiner Rückkehr traf, dem Meeresgott Poseidon zu opfern. Diese Person war sein eigener Sohn Idamantes. Aufgrund dieser grausamen Tat brach eine Seuche über Kreta herein, und die Bevölkerung vertrieb ihn. Er floh nach Italien, wo er sein Leben verbrachte. In einigen Versionen wird er jedoch als glücklicher Heimkehrer dargestellt, der Kreta wieder regierte.

Idomeneus ist auch bekannt dafür, dass er den Ruf der Kreter als „geborene Lügner“ prägte, was auf seine raffinierte Art und sein geschicktes Verhandeln zurückgeht. Sein Schicksal inspirierte spätere Werke, darunter die Oper Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart und das Drama Idomeneus von Roland Schimmelpfennig.

Eintrag 119 vom 03.03.2026 um 14:59:58
Name:Antilochos: Sohn des Nestor
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t699-antilochos-mythologie-sohn-des-nestor-von-memnon-getotet
Eintrag:Antilochos, Sohn des Nestor, Königs von Pylos, ist eine zentrale Gestalt der griechischen Mythologie, besonders im Kontext des trojanischen Krieges. Er wird als einer der jüngsten, aber tapfersten griechischen Helden beschrieben und gilt als Freier der Helena, was ihn zur Teilnahme am Krieg verpflichtete. In der Ilias wird er als begabter Wagenlenker und Schnellläufer dargestellt, der neben seinem Bruder Thrasymedes die Pylier führt. Sein enger Freund und Verbündeter ist Achilleus, mit dem er eine tiefe Freundschaft verbindet. Als Achilleus nach dem Tod seines Gefährten Patroklos in Wut gerät, übernimmt Antilochos die schwere Aufgabe, ihm die Kunde vom Tod des Patroklos zu überbringen – ein Moment, der die emotionale Tiefe ihrer Beziehung verdeutlicht.

Sein tragisches Ende findet im 10. Jahr des Krieges statt, nach dem Tod von Hektor. In dem verlorenen Epos Aithiopis wird er von Memnon, dem äthiopischen König und Sohn der Göttin Eos, getötet.

Antilochos eilt seinem Vater Nestor zu Hilfe, als dieser von Memnon angegriffen wird, und opfert sein Leben, um den Alten zu schützen. Dieses Opfer erfüllt eine Prophezeiung, die ihn vor einem „Äthiopen“ warnte. Sein Tod treibt Achilleus, der sich zuvor aus dem Kampf zurückgehalten hatte, zur Rache und führt zum entscheidenden Kampf zwischen Achilleus und Memnon, bei dem Achilleus Memnon tötet. Antilochos wird verbrannt und seine Asche neben der von Achilleus und Patroklos in einem Grabhügel am Vorgebirge Sigeion beigesetzt. In der Unterwelt vereinigen sich die drei Freunde erneut, was seine Bedeutung als Symbol aufopfernder Kindesliebe unterstreicht.


Eintrag 118 vom 02.03.2026 um 10:26:16
Name:Tekmessa: Tochter des Teuthras
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t685-tekmessa-mythologie-tochter-des-teuthras
Eintrag:Tekmessa ist in der griechischen Mythologie die Tochter des phrygischen Königs Teuthras (auch Teleutas genannt), der bei Dictys Cretensis als Teuthras bezeichnet wird. Ihre Geschichte spielt im Sagenkreis des Trojanischen Krieges.

Laut den Überlieferungen tötete der Große Ajax ihren Vater Teuthras/Teleutas und nahm sie als Kriegsbeute mit sich. Obwohl sie eine Sklavin war, verliebte sich Ajax in sie und behandelte sie wie seine Gattin. Eine formelle Ehe war aufgrund ihrer nicht-griechischen Herkunft ausgeschlossen. Aus dieser Beziehung ging ihr Sohn Eurysakes hervor.

Nach dem Selbstmord des Ajax übernahm sein Halbbruder Teukros die Erziehung des Eurysakes. Über das spätere Schicksal von Tekmessa schweigt die Überlieferung. In der Tragödie Aias von Sophokles wird sie als treue und standhafte Gefährtin des Ajax dargestellt.

Eintrag 117 vom 01.03.2026 um 05:33:01
Name:Teuthras: König von Phrygien
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t684-teuthras-teleutas-mythologie-konig-von-phrygien
Eintrag:Teuthras ist in der griechischen Mythologie ein König von Phrygien, einer Region im westlichen Zentral-Kleinasien (heute Türkei). Er wird im Rahmen des trojanischen Krieges erwähnt und gilt als Vater der Tekmessa.

Gemäß dem Pseudonym Dictys Cretensis, einem im 4. Jahrhundert verfassten lateinischen Roman über den Krieg um Troja, wurde Teuthras während des trojanischen Krieges vom Großen Ajax getötet. Nach dieser Tat entführte Ajax dessen Tochter Tekmessa und machte sie zu seiner Sklavin.

Die Tragödie des Sophokles mit dem Namen Aias erwähnt eine ähnliche Handlung, jedoch mit einer Abweichung: Hier wird Teuthras als Teleutas bezeichnet und nicht getötet, während die Entführung seiner Tochter Tekmessa dennoch erfolgt. Dies zeigt eine unterschiedliche Überlieferungslinie.

Quellen für diese Erzählung sind die Aias des Sophokles (Verse 210, 331) und das Werk Ephemeris belli Troiani von Dictys Cretensis (Buch 2, Kapitel 18).

Eintrag 116 vom 28.02.2026 um 13:56:51
Name:Memnon: Sohn der Morgenröte
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t680-memnon-mythologie-sohn-des-tithonos-und-der-eos
Eintrag:Memnon, Sohn der Göttin der Morgenröte Eos und des trojanischen Prinzen Tithonos, war im griechischen Mythos der Hohe König von Aithiopien. Er zog im zehnten Jahr des trojanischen Krieges seinem Oheim Priamos von Troja zu Hilfe, um die Stadt vor dem Untergang zu bewahren. Mit einer großen Flotte aus Kämpfern aus Indien und Aithiopien erreichte er Troja und zeigte sich als ein mutiger und tapferer Krieger. In der Schlacht tötete er den Antilochos, den Sohn des Nestor, woraufhin Nestor Achilleus um Rache bat.

Der Kampf zwischen Achilleus und Memnon wurde als ein epischer Duell zwischen zwei Halbgöttern beschrieben, die beide göttliche Rüstungen trugen, die von Hephaistos geschmiedet waren. Memnon war überzeugt, dass seine göttliche Mutter Eos stärker sei als die Halbgöttin Thetis, die Mutter Achilleus. Trotz seines Stolzes wurde Memnon von Achilleus im Zweikampf getötet, nachdem die Göttin Eris den Ausgang zugunsten Achilleus beeinflusste.

Sein Tod rief bei seiner Mutter Eos tiefe Trauer hervor. Sie weinte jeden Morgen, und ihre Tränen wurden als Frühtau verstanden. Zeus, bewegt von ihrer Klage, machte Memnon unsterblich. Seine Gefährten wurden laut Sage in Vögel (Memnoniden) verwandelt, die jährlich zu seinem Grabhügel kamen und sich unter Wehklagen zerfleischten. Der Mythos wurde in der antiken Dichtung, insbesondere im zyklischen Epos Aithiopis, und in Tragödien wie Psychostasia des Aischylos behandelt.

Eintrag 115 vom 27.02.2026 um 08:42:35
Name:Rhoio: Mutter des Priamos
Homepage:https://t1p.de/rhoio-priamos
Eintrag:Rhoio, Tochter des Flussgottes Skamandros, ist in der griechischen Mythologie eine bedeutende Gestalt, da sie als Mutter des Priamos, des letzten Königs von Troja, überliefert wird. Sie war die Gemahlin des Laomedon, des zweiten Königs von Troja, und hatte gemeinsam mit ihm mehrere Kinder, darunter Tithonos und Priamos.

Ihre Rolle ist zentral für die dynastische Herkunft des trojanischen Königshauses, das im Zentrum der mythischen Erzählungen um den trojanischen Krieg steht. Die Quellen, darunter das Scholion zu Lykophron von Tzetzes und das Ausführliche Lexikon der griechischen und römischen Mythologie von Otto Höfer, bestätigen ihre Identität als Tochter des Skamandros und Ehefrau des Laomedon. Ihre Verbindung mit dem Flussgott Skamandros unterstreicht den mythischen Zusammenhang zwischen der Natur und der königlichen Familie von Troja. Obwohl sie selbst nicht als aktive Handelnde in den großen Sagen erscheint, ist sie durch ihre Nachkommen – insbesondere Priamos und dessen Tochter Kassandra, die berühmte Seherin – von großer symbolischer Bedeutung.

Eintrag 114 vom 26.02.2026 um 12:45:01
Name:Teukros: Speerwerfer und Bogenschütze
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t675-teukros-mythologie-bogenschutze-und-speerwerfer
Eintrag:Teukros ist in der griechischen Mythologie ein herausragender Bogenschütze und Speerwerfer, der im Trojanischen Krieg als Gefährte seines Halbbruders Ajax der Große kämpfte. Er ist Sohn des Telamon, König von Salamis, und der Hesione. Nach dem tragischen Tod seines Bruders, übernahm Teukros die Erziehung dessen Sohnes Eurysakes.

Als er mit Eurysakes nach Salamis zurückkehrte, lehnte Telamon die Aufnahme ab, da Teukros den Tod seines Halbbruders nicht gerächt hatte. Aufgrund einer Weissagung des Apollon begab sich Teukros nach Zypern, wo er mit Hilfe des phönizischen Königs Mutto, Vater der Dido, ein neues Salamis gründete. Die späteren Könige von Zypern wurden als Teukriden bezeichnet. Eine alternative Überlieferung berichtet, dass Teukros nach Spanien, ins Gebiet von Gallaecia, gereist und dort sesshaft wurde. In der Ilias wird ihm eine Aristie zuteil, in der er Hektor fast töten würde, doch Zeus verhindert dies.

Eintrag 113 vom 25.02.2026 um 11:58:24
Name:Pandion: Waffenträger des Teukros
Homepage:https://www.mythologie-antike.com/t674-pandion-mythologie-waffentrager-des-teukros
Eintrag:Pandion ist eine Gestalt der griechischen Mythologie, die im Sagenkreis des Trojanischen Krieges erwähnt wird. Er dient als Waffenträger des Teukros, eines Sohnes des Telamon und Halbbruder des Großen Ajax. In der Ilias wird beschrieben, dass Pandion Teukros während eines Schlachtgetümmels seinen Bogen nachträgt, als dieser von Menestheus und dem Großen Ajax zur Verteidigung eines Belagerungsturms gerufen wird. Die entsprechende Szene ist in der Altphilologie umstritten, da einige Forscher den Vers als attische Interpolation des ursprünglichen Textes interpretieren. Pandion ist somit eine Nebenfigur im Rahmen der epischen Schilderungen des Krieges um Troja.

Eintrag 112 vom 24.02.2026 um 13:21:00
Name:Anchises: Vater des Aineias
Homepage:https://t1p.de/anchises-aineias
Eintrag:Anchises ist in der griechischen Mythologie ein schöner König von Dardanos nahe Troja und ein Mitglied des alten trojanischen Königsgeschlechts. Er ist der Sohn des Kapys und der Themiste, Tochter des Königs Ilos, und Bruder des Laokoon.

Seine bekannteste Rolle ist die des Vaters des trojanischen Helden Aineias (Aeneas), den er mit der Göttin Aphrodite zeugte. Laut der Erzählung erschien Aphrodite ihm in Gestalt einer phrygischen Hirtin (Kythereia) auf dem Berg Ida. Sie verbot ihm, von ihrer Beziehung zu ihm zu sprechen. Als er jedoch im Rausch des Weins davon erzählte, wurde er von Zeus mit einem Blitz bestraft. Die Göttin bat den Gott, den Schlag abzumildern, weshalb Anchises nicht starb, sondern für den Rest seines Lebens gelähmt oder geblendet wurde.

Während des Trojanischen Krieges trug sein Sohn Aineias ihn auf den Schultern aus dem brennenden Troja, um ihn zu retten. Anchises starb während der Irrfahrten des Aineias in Drepanon auf Sizilien. Sein Sohn ließ ihn dort bestatten und richtete feierliche Leichenspiele für ihn aus. Die Erzählung berichtet auch von einer Weissagung, die Aineias und seinen Anhang zur „alten Mutter“ (Italien) führte, die Anchises jedoch falsch interpretierte, was zu weiteren Irrfahrten führte.



Eintrag 111 vom 23.02.2026 um 14:12:54
Name:Aineias: Stammvater der Römer
Homepage:https://t1p.de/aineias-stammvater
Eintrag:Aineias ist eine zentrale Figur der griechisch-römischen Mythologie und gilt als Stammvater der Römer. Er ist der Sohn des trojanischen Fürsten Anchises und der Göttin Aphrodite (römisch: Venus) und zählt neben Hektor zu den tapfersten Kriegern Trojas im Trojanischen Krieg. Nach dem Fall Trojas flieht er mit seinem blinden und gelähmten Vater Anchises auf den Schultern, seinem Sohn Ascanius (Iulus) an der Hand und seiner verstorbenen Frau Krëusa, um mit einer Schar von Trojanern eine neue Heimat zu finden.

Seine Irrfahrten führen ihn über mehrere Stationen, darunter Karthago, wo er eine Beziehung mit der Königin Dido eingeht, die jedoch durch göttliche Interventionen – insbesondere durch den Götterboten Merkur – beendet wird. Nach weiteren Abenteuern gelangt er schließlich nach Italien, wo er von König Latinus in Latium aufgenommen wird. Er heiratet dessen Tochter Lavinia, gründet die Stadt Lavinium und wird Vater des Silvius. Sein Sohn Ascanius gründet später die Stadt Alba Longa, aus der nach der römischen Mythologie Rom hervorgegangen ist.

Durch diese Abstammungslinie – über Ascanius, Silvius, König Numitor, die Vestalin Rhea Silvia und den Kriegsgott Mars – werden Romulus und Remus, die Gründer Roms, als Nachkommen Aineias' verstanden. Die römische Elite, darunter Gaius Iulius Caesar, nutzte diese Verbindung zur Legitimierung ihrer Macht und zur Verbindung Roms mit der griechischen Mythologie und den großen Helden des Altertums.

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  8. [Seite 10] Eintrag 91 bis 100
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