Sebald-Forum

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Start: 4. September 2006


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Eintrag 40 vom 21.04.2008 um 07:48:52
Name:Iannis Kalifatidis
Eintrag:NACH DER NATUR (Fortsetzung). Noch 2 Fragen zum Steller/Bering-Teil.

XIV
Im Sterben verlieren die astra
im Leib ihre Eigenschaft, ihre Art, ihre Substanz
und ihr Wesen, denkt Steller, der Arzt,
was tot ist, ist nimmer lebendig.

Was könnte hier mit "astra" gemeint sein? Sowohl in der frz. als auch in der engl. Buchübersetzung ist es als "astra" übernommen worden.

XV
Vier Männer brachten Bering, dem das Wasser
nach und nach bis in den Leib gestiegen war,
auf einem aus Stricken gefertigten Sitz an Land.

Laut dem Wahrig-WB: Wasser in den Beinen, im Leib haben bedeutet krankhafte Wasseransammlung in den Geweben der B., des L.
Könnte es hier zutreffen?

Eintrag 39 vom 14.04.2008 um 22:11:18
Name:Arno Nühm
Eintrag:Adelungs Wörterbuch sieht das genauso wie die Encyclopädie von Krünitz:
"Aufschwänzen, verb. reg. act. den Schwanz in die Höhe binden. Ein Pferd aufschwänzen, in Oberdeutschland aufschweifen. In den Küchen werden die Fische aufgeschwänzet, wenn man sie bey dem Anrichten so zusammen krümmet, daß sie das Maul mit dem Schwanze berühren. Daher die Aufschwänzung."
Also die Nixen-Metapher

Eintrag 38 vom 14.04.2008 um 20:47:24
Name:distler anton
Herkunft:deutschland / schweiz
Eintrag:klar sieht man die nixenmetapher vor augen. hier im bild kann die "flosse" aber auch gut und stimmig die "hand" sein, sagt man auch umgangssprachlich zur hand die flosse (hoch, weg, etc.). das erotisch aufgeladene "aufgeschwanzt" würde ich nicht auf die (bildliche) körperhaltung bezogen lesen, sondern vielmehr als eigenschaftswort bezüglich der emotiven verfasstheit der frau.

Eintrag 37 vom 14.04.2008 um 10:12:48
Name:Iannis Kalifatidis
Eintrag:Ach, und noch was:

In der elektronischen Version der Oeconomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz wird das Verb "aufschwänzen" foldendermaßen erklärt:

Beide Wortdeutungen sind sehr interessant:

* Aufschwänzen, wird von den Stallknechten die Verrichtung genennet, wenn sie bei garstigem Wetter und Wege, ihren Pferden die Spitze des Schweifes entweder mit diesen Haaren selbst, oder auch wohl nur mit einem kleinen Strohseil in die Höhe vest zusammen binden, damit durch den langen Schweif weder die Pferde, noch vermittelst des Schweifes=Umschlagen das Geschirr so sehr voll Koth beschmieret werden können.
Bei den Köchen heißt Aufschwänzen, wenn sie die Hechte insonderheit, als welche sich am besten darzu schicken, nachdem sie am Bauche aufgeschnitten, und das Eingeweide herausgenommen, gegen den Kopf zu bei den Gräten, auf beiden Seiten aufschlitzen, selbige dermaßen zusammen krümmen, daß sie mit dem Schwanze das Maul berühren, durch welches er oftmahls sogar, gezogen wird; wie sie denn vorher unten den Kopf auch wohl durchschneiden, daß er sich recht breit drücken laße, und in solcher Form den Fisch sieden und auftragen.

Eintrag 36 vom 14.04.2008 um 10:05:28
Name:Iannis Kalifatidis
Eintrag:Hallo Anton und herzlichen Dank für Ihre Sebald-Antwort.

Beim Wort "aufgeschwanzt" verstehe ich immer noch nicht die Körperhaltung der Frau.
Ich dachte, dass es sich hierbei um eine Nixenmetapher handelt, denn in den folgenden Zeilen heißt es ja "mit ihrer gespaltenen Flosse". Oder ist damit eigentlich die Scham gemeint? Sie sitzt aber hinter ihm und streicht ihm dabei über die Eichel.

In der französischen Übersetzung heißt es außerdem "...la femme insatisfaite du naturaliste avec sa queue de poisson est assise derrière lui, et de sa negeoire fendue caresse son gland qui bat autant que son coeur."

Interessant ist die englische Übersetzung, wo es heißt "...while the naturalist's neglected wife, gaudily dressed, sits beside him and with her split fin strokes the glans that throbs like his heart."

Über jede weitere Hilfe wäre ich äußerst dankbar.

Beste Grüsse aus Athen

Iannis

Eintrag 35 vom 13.04.2008 um 11:56:52
Name:distler anton
Herkunft:deutschland / schweiz
Eintrag:es könnte sich um eine region im südwesten rumäniens handeln. "aufgeschwanzt" ist in diesem erotischen bild evt. ein etwas schöner umschriebener ausdruck für das vulgäre "geil". im zusammenhang liesse sich natürlich annehmen, dass die frau aufgeregt, nervös und unzufrieden ist, wie der sprichwörtliche hausdrachen.

Eintrag 34 vom 11.04.2008 um 10:10:51
Name:Iannis Kalifatidis
Eintrag:Nach der Natur: Einen ganzen Sommer verbringt er [Steller]
über die Zettelwirtschaft gebeugt,
während die zu kurz gekommene Frau
des Naturforschers aufgeschwanzt
hinter ihm sitzt und mit ihrer gespaltenen
Flosse ihm über die wie sein Herz
klopfende Eichel streicht.

Versteht jemand was hier mit "aufgeschwanzt" gemeint sein könnte?

Eintrag 33 vom 09.04.2008 um 16:38:26
Name:Iannis Kalifatidis
Herkunft:Athen, Griechenland
Eintrag:Nach der Natur: Beim Gespräch zwischen Erzbischof Theophon und Steller ist die Rede von einer Region namens Dolji (bzw. Dolyi in der englischen sowie in der französischen Übersetzung). Weiß jemand wo dieser Ort liegt?

Eintrag 32 vom 09.04.2008 um 16:32:31
Name:Iannis Kalifatidis
Herkunft:Athen, Griechenland

Eintrag 31 vom 23.03.2008 um 20:40:39
Name:distler anton
Herkunft:deutschland/schweiz
Eintrag:eine möglichkeit: sebald nannte sich max bzw. liess sich max nennen, weil er (nicht nur) in memorian max horkheimers und t.w. adornos schrieb und letzterer seinem widerspenstigen freund/genossen das werk "minima moralia" mit: "für max als dank und versprechen" widmete. die namensänderung geht zeitlich mit seinem studium in freiburg i. brsg. und der lektüre der vertreter der frankfurter schule bzw. der kritischen theorie einher. sebald bestimmt sich seinen weg selbst, so der duktus der namensgebung. (ein hinweis zum weiterlesen, falls erlaubt: anton distler: kein verstehen ohne fundamentale ontologie. eine philosophische analyse des werks von w.g. sebald aufgrund der "existentiellen psychoanalyse" jean-paul sartres, königshausen & neumann, würzburg 2008 (druck in vorbereitung)

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